|
Wafer
Die Beschriftung von Silizium-Wafern dient der Rückverfolgbarkeit
des Herstellungsprozesses zur Fehleranalyse von Halbleiterbauelementen.
An ein Lasersystem zur Waferbeschriftung werden höchste Anforderungen
gestellt. So muss die Markierung maschinenlesbar, miniaturisiert
und ohne Einfluss auf die weiteren Herstellungsschritte sein sowie
am Ende der Prozesskette immer noch eine eindeutige Identifizierung
zulassen. Selbst kleinste Abweichungen innerhalb der Beschriftung
sind nicht zulässig. Neben einem wartungsarmen und fehlerfreien
Betrieb müssen Lasersysteme für diese Anwendungen zumeist den Bedürfnissen
der höchsten Reinraumklassen entsprechen (Softmark).
Die ideale Möglichkeit der berührungslosen Markierung von Silizium-Wafern
stellt die Belichtung mit Nd:YAG-Lasern dar. Klartext, Bar- oder
Dot-Matrix-Codes oder eine Kombination aus diesen werden am Rand
des Wafers eingraviert.
Zur Anwendung kommen zwei Verfahren, die sich durch den Prozess,
die Tiefe und den Ort der Beschriftung unterscheiden. Bei der Hardmark-Methode,
die eine dauerhafte Markierung selbst nach vielen Ätz- und Polierschritten
darstellt, weisen die Dots eine Tiefe von bis zu 90 Mikrometer auf
und entstehen durch Materialabtrag. Die reinraumtaugliche Softmark-Beschriftung
erreicht eine Tiefe von ca. 2,5 µm nur durch Aufschmelzung des Siliziums.
Typische Durchmesser einer Vertiefung (Dot) liegen im Bereich 70-110
µm (Hardmark) bzw. 50-80 µm (Softmark).
|